Die Neidköpfe der Berg-Apotheke

Als Neidkopf bezeichnet man Fratzen, die an Mauern, Türen oder Giebeln von Häusern und anderen Gebäuden angebracht sind. Um das Böse abzuwehren, brachte man in Europa fratzenhafte Köpfe von Tieren, Menschen oder fabelhaften Ungeheuern aus Stein oder Holz an Türen an.
Neidköpfe befanden sich besonders an nach Westen ausgerichteten Pfeilern und Gebäudeteilen, da man die Dämonen hauptsächlich dort vermutete.
(www.historisches-franken.de/index02/neidkopf.htm, Stand: 14.01.2010)

Insgesamt sind an der Berg-Apotheke 66 handgeschnitzte Neidköpfe angebracht. 64 davon haben ein fratzenhaftes Aussehen, weshalb die Apotheke im Volksmund auch Fratzen-Apotheke genannt wird.
Über dem Eingang ist seit 1687 das Familienwappen des Apothekers Jacob Andreas Herstelle erhalten. Dieser hatte das fürstliche Privileg zum Führen der Apotheke erhalten.

bergapotheke-20090824-1366 bergapotheke-20090824-1367 bergapotheke-20090824-1371 bergapotheke-20090824-1373 bergapotheke-20090824-1379-1 bergapotheke-20090824-1359